Soziale Teilhabe bei erhöhtem Unterstützungsbedarf – die Tagesförderstätte der Lebenshilfe Bremervörde/Zeven

Die Tagesförderstätte der Lebenshilfe Bremervörde/Zeven (TFS) begleitet Menschen mit erhöhtem Unterstützungsbedarf durch ihren Alltag. Sie sorgt dafür, dass ihre Beschäftigten auch außerhalb ihrer eigenen vier Wände eine passende Tagesstruktur erhalten. Unter dem Dach des Vördewerks, der Werkstatt für Menschen mit Behinderungen, befinden sich an den Standorten in Bremervörde und Selsingen insgesamt drei Gruppen der TFS. Hier machen wir Angebote zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft und arbeitsweltbezogene Teilhabeangebote.

Das Ziel der Tagesförderstätte

Unser übergeordnetes Ziel ist es, einen Rahmen zu bieten, in dem wir den Bedürfnissen und Fähigkeiten der Beschäftigten der TFS gerecht werden können. Dieses Ziel verfolgen wir durch unterschiedliche tagesstrukturierende Maßnahmen und personzentrierte Angebote. Personzentriertes Arbeiten heißt, jede Person mit ihren Bedürfnissen ernstzunehmen, um sie dabei zu unterstützen, eigene Wege zu finden. Hierfür nutzen wir auch verschiedene Therapieformen sowie Methoden aus der Heil- und Sozialpädagogik und der Pflege. Dazu zählen beispielsweise ein Entspannungsraum, der vielfache Möglichkeiten zur Wahrnehmungsförderung bietet, physiotherapeutische- und kinästhetische Anwendungen oder die grundpflegerische Versorgung.

Die Teilhabe am Arbeitsleben

Wir verfolgen das Ziel der Teilhabe am Arbeitsleben für alle Beschäftigten der TFS.

Unsere internen arbeitsweltbezogenen Angebote umfassen derzeit:

  • Gartenarbeit: Wir pflanzen selber Gemüse und Obst an, kümmern uns darum und ernten dieses, um es dann weiterzuverarbeiten.
  • Hauswirtschaft: Wir verarbeiten die eigens angebauten Lebensmittel zur Selbstversorgung und verfolgen auch das Ziel, Produkte für jeden herzustellen. Beispielsweise kochen wir Beeren ein und machen Marmelade, Tomatensauce und Chutneys.
  • Datenvernichtung: Wir sammeln und schreddern Datenschutzmaterial der Einrichtung, damit es anschließend als Füllmaterial für Sargkissen von Bestattungsunternehmen verwendet werden kann.

Darüber hinaus nutzen wir unseren Sozialraum und gehen dorthin, wo es externe Arbeitsmöglichkeiten gibt und Begegnungen stattfinden. Wir nutzen die industrielle Lage unserer Standorte, um mit ansässigen Firmen und Institutionen ins Gespräch zu kommen und dort niedrigschwellige Tätigkeiten „direkt vor Ort“ zu erledigen. Dadurch möchten wir zeigen, dass jeder Mensch einen sinnvollen Beitrag leisten kann. Folgende Tätigkeiten übernehmen wir:

  • Hol- und Bringdienste
  • Post- und Botengänge
  • Papierentsorgung
  • Hauswirtschaftliche Tätigkeiten
  • Alle Tätigkeiten, die sich an die Fähigkeiten und Bedürfnisse der Beschäftigten anpassen lassen.

Die pädagogischen Grundsätze

Wir arbeiten nach dem Prinzip: So viel Hilfe wie nötig, aber so wenig wie möglich. Das soll es den Beschäftigten ermöglichen, ihre Fähigkeiten zu entwickeln sowie ihre Eigenwirksamkeit und Eigentätigkeit erfahren zu können. Hierbei orientieren wir uns an dem personzentrierten Ansatz nach Marlies Pörtner.

Je nach Bedürfnis und Ressource des Beschäftigten handeln wir nach pädagogischen Prinzipien aus der Heilerziehungspflege und Heilpädagogik. Dazu gehören unter anderem das Prinzip der kleinen Schritte, der Selbstwirksamkeit, der Ganzheitlichkeit sowie das Prinzip der Mit- und Selbstbestimmung und Wahlmöglichkeit. Die Reflexion der heilpädagogischen Handlungen gehört zur Grundlage unserer täglichen Arbeit.

Gut zu wissen:

Im Vordergrund stehen nicht die Arbeitsergebnisse, sondern die Begegnung und das Recht auf Bildung und Arbeit, um den Forderungen der UN-Behindertenrechtskonvention ein Stück weit Rechnung zu tragen.

Ihre Ansprechpartner

Sozialdienst


Postanschrift:
Lebenshilfe Bremervörde/Zeven gGmbH
Sozialdienst
Industriestraße 2
27432 Bremervörde

Telefon: 04761 9948-0

sozialdienst@voerdewerk.de

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