Am 01.September 2011 sind wir mit zwei Kleinbussen nach Bad Segeberg zu den Karl May Festspielen, zu Winnetou, aufgebrochen. Es wurde das Stück „Der Ölprinz“ aufgeführt.
Die Spannung war groß, denn in den Vorankündigungen von Herrn Hämmerling, der schon einmal dort gewesen war, war die Rede von Schießereien und Feuereffekten und wann bekommt man denn schon Cowboys und Indianer außerhalb vom Fernsehen zu sehen?
Bewaffnet waren wir mit prall gefüllten Rucksäcken voller Leckereien für unterwegs. Da fiel es bei unserer Rast mittags kurz vorm Ziel auch fast nicht auf, dass wir unsere Würstchen, die wir zum Mittag essen wollten, in Selsingen im Kühlschrank vergessen hatten. Immerhin hatten wir noch trockene Brötchen und die Naschsachen.
Am Ziel angekommen, staunten wir erst einmal über die Gebäude, die im Wildwest-Stil erbaut waren und vor einem Marterpfahl entstand unser erstes Foto. Unbemerkt hatte sich ein „Cowboy“ dazugestellt, der uns spaßig begrüßte. Weil bis zur Vorstellung noch Zeit war, haben wir ein Cowboydorf angesehen. Neben einer interessanten Indianerausstellung konnten wir Einblick in die verschiedenen Gebäude werfen; es gab eine Apotheke, einen Friseur, einen Kaufmannsladen, einen Saloon und sogar ein richtiges Gefängnis (die Zelle war aber schon besetzt!)
Danach war es Zeit, die Plätze einzunehmen. Die Kulisse war atemberaubend, denn neben den echten Kreidefelsen war der Schauplatz mit Häusern, einem großen Ölbohrturm, Marterpfählen, Höhlen und einer Berglandschaft sehr natürlich eingefügt.
Dann ging es los! Die Indianer ritten quer durch die Publikumsmenge, man war sofort in das Geschehen eingebunden. Sehr schnell zeichnete sich Gut und Böse voneinander ab und jeder von uns war gebannt von den Handlungen. Bei den ersten Schießereien zuckten wir ganz schön zusammen, denn es war schon ziemlich laut, später erschrak man nicht mehr ganz so stark. Es gab viele Feuereffekte und die Kampfszenen wirkten sehr real. Der Star war natürlich Winnetou, gespielt von Erol Sander.
Faszinierend waren auch die Einsätze der Adler zu sehen, die über den Köpfen des Publikums fliegend den Weg zu ihren Falknern fanden.
Nach einem donnernden Applaus und der Vorstellung der einzelnen Schauspieler machten wir uns auf unseren Rückweg.
Alle waren wir uns einig, dass es ein toller Ausflug war und so manche Begebenheit wird sicher jedem von uns in Erinnerung bleiben.
H.H


