Erste im Bunde war Sascia Grams aus Zeven. In der Tigergruppe gestaltete sie mit 4 Kindern das Projekt „Ich und meine Gefühle“. Gemeinsam mit der Puppe Melanie lernten die Kinder die Gefühle von Freude, Wut, Traurigkeit und Angst kennen. Sie begleitete die Kinder durch das gesamte Projekt, arbeitete mit, brachte Ideen ein. In den verschiedenen Aktivitäten wurde unter anderem auch ein Wutknetball hergestellt, woran die Kinder ihre Agressionen auslassen konnten. „Wenn ich wütend bin, dann kann ich den Wutball immer wieder auf den Fußboden werfen“, sagte ein 4-jähriges Mädchen und fügte hinzu „Dann tue ich auch keinem anderen Kind weh.“ In der Tigergruppe wurden Bücher zum Thema vorgelesen, eine Collage hergestellt, ein Arbeitsblatt ausgefüllt und viel über die Mimik und Gestik gesprochen und dargestellt.„In diesem Projekt geht es mir darum, das die Kinder einen Teil der Gefühle kennenlernen, aber auch darum das sie sie zeigen dürfen und Alternativen aufzuzeigen, um mit den verschiedenen Gefühlen klarzukommen“, erklärte Sascia Grams. Nach jeder Aktivität wurden Fotos geschossen, die die Mimik des jeweiligen Gefühls zeigte. So konnten die Kinder als Abschluss des Projekts ein Gefühlsbarometer mit ihren eigenen Fotos herstellen.
Die angehenden Erzieherin Ariane Klausat begleitete ein Projekt in der Spatzengruppe: „Wir erforschen unseren Körper“. Im Rahmen ihres Prüfungspraktikums startete die 20-jährige Schülerin der Erzieherklasse an den Berufsbildenden Schulen Rotenburg/Wümme Anfang Februar in der Heilpädagogischen Kindertagesstätte Selsingen das Projekt zur Körperwahrnehmung.
Dieses sei entstanden, „da sich die Kinder viel mit ihrem Körper unter anderem in Rollenspielen beschäftigten und die bewusste Wahrnehmung des eigenen Körpers wichtig für die weitere Entwicklung der Kinder und Voraussetzung für ein solides Selbstwertgefühl ist,“ so Ariane Klausat.
Die sechs- und siebenjährigen Mädchen und Jungen legten fest, dass ihre Projektgruppe den Namen „Forschungs-Club“ erhalten soll. Um einen festen Treffpunkt zu haben, richteten sie sich eine „Forschungs-Ecke“ ein, in der sie sich von da an regelmäßig trafen, um gemeinsam ihren Körper zu erforschen.
Nachdem diese Grundlage gelegt war, legten die kleinen Forscher motiviert los, indem sie ihren Körperumriss auf eine Tapete malten, sich wogen und maßen, ihre Hände ausführlich in Augenschein nahmen und den unbekannten Inhalt einiger Kisten erkundeten. Höhepunkt des Projektes war eine abschließende Ausstellung am 11. März. Hierzu waren die anderen Kinder der „Spatzengruppe“ und die „Froschgruppe“ eingeladen. Die „Körperforscher“ zeigten, was sie in den letzten Wochen alles erforscht und gelernt haben.
Auch Wendy Hoekstra aus Selsingen absolvierte in der heilpädagogischen Kindertagesstätte ihre Abschlussprüfung. Gemeinsam mit den Kindern aus der Waschbärengruppe entdeckte die 19-jährige die Vogelhochzeit. Motto: „Waschbären begrüßen die Vögel“ Die Vogelhochzeit ist ein sorbischer Brauch, der jedes Jahr am 25. Januar gefeiert wird. Die Vögel bedanken sich bei den Kindern für die Winterfütterung und hinterlegen Süßigkeiten.
Darauf aufbauend „fliegen die ´Waschbären`, singen und sehen aus wie Vögel,“ so Wendy Hoekstra. „ Die Kinder und ich haben uns zunächst mit dem Lebensraum beschäftigt. Hinzu kam, dass wir das Lied „Ein Vogel wollte Hochzeit machen“ gesungen und unsere eigenen Kostüme gestaltet haben.“ Wendy Hoekstra achtete auf Bewegung, musikalische und darstellerische Förderung. „Die Kinder haben Spaß und sind mit voller Begeisterung dabei.“ Außerdem gab es eine kleine Aufführung vor den anderen Gruppen der Kita. Die Kinder der Waschbärengruppe zeigten, was sie in der Zeit alles gelernt haben und fuhren an diesem Tag mit einem dicken Applaus nach Hause.
Fotos: alle Rechte bei Zevener Zeitung
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