Lebenshilfe Bremervörde/Zeven

 

Unsere Projektgruppe beschäftigte sich mit dem Thema Lokführer. In der Gruppe waren Myron, Marlon, Lars, Nils, Tanushan, Sascha und Sven.

Die Projektgruppe vor dem Bahnhof in Bremervörde

Nur wenige Kinder waren schon einmal mit dem Zug gefahren.
Die Kinder fanden heraus, dass ein Zug auf Schienen fährt und das er in einem Bahnhof hält, damit man dort einsteigen oder aussteigen kann. Damit es keine Unfälle gibt, wenn eine Straße über die Schienen führt, gibt es Schranken. Wenn die Schranken heruntergelassen sind, müssen Autos, Fahrradfahrer und Fussgänger anhalten und warten, denn der Zug hat immer Vorfahrt.

Mit diesem Zug sind wir gefahren
Hinter der Scheibe kann man den Lokführer erkennen

Auf einer Fahrt von Bremervörde nach Harsefeld und zurück konnten sich die Kinder davon selbst überzeugen.

Marlon öffnet die Zugtür
Bahnfahrt macht Spaß

Überall dort, wo wir über eine Straße fuhren, standen Autos und Fußgänger, um den Zug vorbeifahren zu lassen. Der Lokführer vorn im Zug muss an diesen Stellen besonders aufpassen, es kann ja passieren, das eine Schranke kaputt ist.

An der Schranke müssen alle warten

Dann leuchtet eine besondere Lampe auf und der Lokführer fährt besonders vorsichtig und langsam an dieser Stelle. Ein Lokführer kann auch nicht einfach losfahren oder anhalten wann er will. Er muss sich genau an einen Fahrplan halten, auf dem steht, zu welcher Uhrzeit er losfahren darf.

Außerdem muss er sich regelmäßig beim Fahrdienstleiter melden, wo er ist. Über den Fahrdienstleiter erfahren wir später mehr. Von der Zugfahrt waren alle Kinder begeistert, sie wollten noch mehr Zug fahren.

Na, heute war was los. Wir waren in Bremervörde bei der EVB (Eisenbahn Verkehrsbetriebe). Nachdem uns Herr Tellmann zu unserem Rundgang begrüßt hatte, durften wir dem Fahrdienstleiter bei der Arbeit zusehen.

Der Fahrdiensleiter zeigte uns, wie man Schranken und Weichen stellt (viele Knöpfe und Regler). Außerdem ist der Fahrdienstleiter wichtig, weil er den Lokführern der Züge erlauben muß von einem Bahnhof zum nächsten zu fahren. Dies ist wichtig, damit nichts passiert.

Anschließend waren wir im Reisebüro. In einem Reisebüro kann mann sich erklären lassen, wo es schöne Urlaubsorte gibt, und wie man dort hinkommt. Zum Beispiel mit dem Flugzeug, dem Schiff oder mit der Eisenbahn. Im Reisebüro bekam jedes Kind Seifenblasen geschenkt.

Als nächstes stand Zugfahren auf dem Programm. Wir stiegen in den Zug Richtung Hamburg. Das besondere an dieser Fahrt war, dass jedes Kind vorn im Fahrstand der Lokomotive dem Lokführer bei der Arbeit zusehen durfte.Der Lokführer muss immer die Augen auf den Schienen haben, damit er sieht, ob auf der Strecke Hindernisse liegen. Das kann nämlich vorkommen. Außedem gibt es für den Lokführer viele Verkehrszeichen zu beachten. An bestimmten Stellen muss er Hupen, oder langsam fahren. Auch Ampeln gelten für den Lokführer. Das sind natürlich ganz besondere für die Eisenbahn. Aber auch hier bedeutet rot = anhalten und grün = fahren. Das war ein ganz besonderes Erlebnis.

Zurück in Bremervörde bekamen wir eine orange Warnweste, und sind in die riesige Werkstatthalle gegangen. Dort konnten wir viele verschiedene Lokomotiven sehen, die dort repariert oder überprüft werden. Wir haben eine Lokomotive gesehen, die von riesigen Wagenhebern hochgehoben wurde. So eine Lokomotive wiegt 48 Tonnen (das ist ungefähr so schwer wie 48 Autos). Bei anderen Loks war der Motor kaputt, oder die Sitze wurden ausgetauscht. Viele verschiedene Teile von Lokomotiven und Waggons waren zu sehen. Es gab alte Loks (Moorexpress) und ganz neue (Metronom). In einer speziellen Halle konnten wir unter die Lokomotiven gehen. Dort stehen die Schienen auf Stelzen, sodaß die Arbeiter die Loks bequem von unten reparieren können. Weil Züge auch schmutzig werden, müssen sie regelmäßig gewaschen werden. Hierfür gibt es eine spezielle Zugwaschanlage, die ähnlich funktioniert, wie eine Waschanlage fürs Auto. Natürlich ist sie viel größer.

Nach 3 Stunden waren wir fertig mit der Besichtigung. Keinem Kind war es langweilig, wir vergassen sogar zwischendurch Kekse und Saft zur Stärkung zu verspeisen. Am Ende der Besichtigung bekam jedes Kind noch eine Tüte mit Informationen, sowie einem Kartenspiel und einer Taschenlampe. Wir sagen Danke für die tollen Eindrücke, die wir mitgenommen haben. Vielen Dank an Herrn Tellmann von der EVB.

In der Abschlussrunde stellten wir fest, dass die Kinder sehr viele Einzelheiten von den vergangenen Tagen wiedergeben konnten. Am Ende der Projekttage haben wir mit den Kindern Lokführermützen gebastelt und das Lied von der Eisenbahn gesungen.

Uwe Schneider u. Dominik Ringen

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