Am 3. und 4. November fand im Ostel in Bremervörde die Veranstaltung
mit dem niederländischen Heilpädagogen Erik Bosch und seiner Kollegin Ellen Suykerbuyk statt. Er richtete sich an Fachpersonal aus Einrichtungen der Behindertenhilfe. Sexualität ist Bestandteil der Persönlichkeit eines Menschen. In den letzten Jahren wird das Thema Sexualität mehr und mehr Bestandteil von Diskussionen in Bereichen der Betreuung von geistig behinderten Menschen. Immer noch ist es ein Tabu, es fällt schwer, darüber zu reden und wir haben Angst, etwas Falsches zu sagen.
Eine etwaige Scheu vor diesem Thema nahmen die beiden Referenten mühelos mit niederländischem Charme und ausgeprägter Professionalität. Nicht nur, dass es Ihnen gelang, die Begeisterung der Teilnehmer zu erwecken, sie verstanden es auch, die Bedeutung und die Erfordernisse im Umgang mit dem Themenkreis angemessen und verständlich darzustellen. Dazu gehörte vor allem die Vermittlung der praktischen Zugänge, um Aufklärung seiner Bedeutung entsprechend im Arbeitsalltag vermitteln zu können.
So lag es nahe, dass vielfältig der Wunsch nach weiteren Veranstaltungen mit den beiden Trainern geäußert wurde.
Wenn Sie mehr über diese beiden Referenten erfahren möchten, sehen Sie auch www.ellen-suykerbuyk.info und www.konzeptbildung.net an.
Eine Seminarreihe, die sich mit aktuellen Themen in Bereichen der Behindertenhilfe befaßt. Die jeweiligen Themen werden in kompakter Form so aufbereitet. dass den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, neben einer Einführung zu den Grundlagen auch das Handwerkzeug für den beruflichen Alltag sowie eine Reflexion ihrer Tätigkeit geboten wird.
Das aktuelle Angebot:
Das Persönliche Budget - Implementierung neuer Dienstleistungen in vorhandene Strukturen in der Unterstützung für Menschen mit Behinderungen.
Diese Veranstaltung vermittelt in vier Tagesworkshops das nötige Handwerkszeug, um die Herausforderungen im Umgang mit dem Persönlichen Budget zu meistern und die jeweils zu durchlaufenden Phasen sicher und professionell zu durchlaufen. Die Workshops sind aufeinander aufbauend und befassen sich mit der Umsetzung und Weiterentwicklung von Dienstleistungen rund um das Persönliche Budget. Sie erarbeiten sich konkrete Handlungsstrategien und erhalten Einblick in praktische Verfahrensabläufe, z. B. zum Umgang mit Sozialhilfeträgern, Hilfekonferenzen bis hin zur Auswertung der eigentlichen Beratungstätigkeit, um damit konkrete Unterstützung für Menschen mit Behinderungen zu leisten.
Referenten: Natascha Metzner(Dipl.Päd.); Volker Wahlers, (Dipl.SozPäd.)
Neue Termine: 09.Oktober 2009, 20. November 2009, 12. März 2010, 09. Oktober 2009, 11. Juni 2010
jeweils von 9:00 - 17:00 Uhr
fileadmin/user_upload/Bildung/Zukunft_gestalten_Das_persoenliche_Budget.pdf
Erlebnispädagogik - Wege für gelingendes Lernen für Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen.
Lust auf Natur ist eine integrative Fachtagung am 16. und 17. März 2009 in Bremervörde im Ostel Jugendhotel. Sie setzt sich mit Chancen und Rahmenbedingungen für vertiefte Erkenntnisse mit Natur und Umwelt auseinander.
Neben einem einführenden Fachvortrag gibt es ein umfangreiches Workshopprogramm mit vielfältigen Praxisanteilen. Ein besonders erwähnenswerter Part bildet die Vorstellung der Ausbildung zu Assistenten der Umweltbildung. Mehrere Beschäftige der Lebenshilfe Bremervörde haben sich als Umweltassistenten qualifiziert und stellen Ausbildung und Tägigkeiten in der Praxis vor.
Weitere Informationen finden Sie in dem Tagungsprogramm und Flyer Leichte Sprache
In einem Einführungsabend der Lebenshilfe Bremervörde/Zeven, der in Kooperation mit der LEB Bremervörde veranstaltet wurde, gaben Mobile und Bildungsnetz einen Einblick über die verschiedenen Möglichkeiten, Betreuungsleistungen, Verhinderungspflege und Kurzzeitbetreuung in Anspruch zu nehmen.
Das kooperative Netzwerk mit dem Bildungsnetz und "Mobile", dem Assistenz- und Beratungsdienst verfügt zusammen mit der Reha-Sportvereinigung und dem "Ostel" über ein breit gefächertes Spektrum an Leistungen.
Über ambulante familienunterstützende Angebote und Finanzierungsmöglichkeiten gab Volker Wahlers vom "Mobile" einen umfassenden Überblick. Leistungsberechtigte im Sinne des Pflegeleistungsergänzungsgesetzes können zusätzliche Betreuungsleistungen wie zum Freizeitbegleitung und Teilnahme an Gruppenangeboten in Anspruch nehmen. Diese Leistungen sind zweckgebunden und können nur über anerkannte Fachdienste mit den Pflegekassen abgerechnet werden. Die Verhinderungspflege ist ebenfalls eine Leistung, für die besondere Voraussetzungen vorliegen müssen.
Mobile als Projekt des Wohnverbundes der Lebenshilfe bietet ebenfalls Beratung und Unterstützung bei Assistenzdiensten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in häuslicher Umgebung sowie Gruppenangebote zur Freizeitgestaltung. So werden Familien unterstützt und für die Menschen mit Behinderungen ergeben sich neue Möglichkeiten der Freizeitgestaltung.
Die Aufgaben des Bildungsnetzes erstrecken sich auch auf die Kurzzeitbetreuung im Ostel. Hier greift insbesondere die Verhinderungspflege. Als Unterstützung und Ergänzung für die Familien mit beeinträchtigten Angehörigen kann ganz individuell das richtige Angebot bereitgestellt werden. So wird Teilhabe am Leben in der Gesellschaft ermöglicht. Dazu gehört auch die Möglichkeit, an Fortbildungen teilzunehmen, kulturelle Veranstaltungen zu besuchen und Konktakte zu Gleichaltrigen zu pflegen. Ziel ist ein möglichst selbstbestimmtes und selbständiges Leben.
e.h.

- Annelie notiert sich wichtige Stichpunkte

- Marco präsentiert seine Arbeit

- Dagmar und Klaus aufmerksam bei der Sache
Beschäftigte aus verschiedenen Bereichen des Vördewerkes der Lebenshilfe Bremervörde trafen sich vom 12. - 14. November zu einer Inhouse-Schulung. Unter der Führung von Frau Petra Spoto-Tietböhl widmeten sie sich dem ABC der Kundenorientierung. In kleinen Rollenspielen, Vorträgen und Gruppenarbeiten wurde das Bild des Kunden als König zurechtgerückt.
Gut gerüstet mit dem neuen Wissen und einer großen Portion Selbstbewußtsein können die TeilnehmerInnen ihren Aufgaben in den unterschiedlichen Verkaufsstellen des Vördeswerkes souverän und kompetent nachgehen .
Ziel einer derartigen Veranstaltung ist es, den Umgang mit Kunden zu erlernen bzw. zu verbessern.
Inhalte sind zum Beispiel das Führen von Kundengesprächen, Fragen zum Kundenservice, die Bedeutung des persönlichen Auftritts und die Außenwirkung. Die Seminare sind in der Regel in zwei Blöcke gegliedert. Zwischen den Blöcken bleibt Zeit, dass Erlernte zu üben und zu verfestigen. Im zweiten Teil werden Erfahrungen reflektiert, Kenntnisse aufgefrischt und mit neuen Lerneinheiten ergänzt.
Diese Ausbildungskurse finden in Kooperation mit der IHK Stade statt.
e.h

- (von links): Helmut Witt, Erika Hillmann, Christine Dittmer, Maren Wegmann. Das Foto wurde freundlicherweise von der Bremervörder Zeitung zur Verfügung gestellt.
Die Voraussetzungen für eine gesetzliche Betreuung sind im § 1896 BGB geregelt. Darauf wies Maren Wegmann, Richterin am Amtsgericht Bremervörde, bei ihrem Vortrag hin. Immer ist der Grundsatz der Erforderlichkeit zu beachten. Das Selbstbestimmungsrecht bleibt von einer gesetzlichen Betreuung unberührt.
Die Aufgaben des Betreuers werden vor seiner Berufung durch das Amtsgericht genau abgeklärt und bestimmt. Betreuung darf keinesfalls unter der Prämisse "Ich weiß schon, was gut für Dich ist" gesehen werden.
Auch Christine Dittmer, Rechtspflegerin am Amtsgericht Bremervörde, betonte ausdrücklich, dass der Betreuer stets an die Vorstellungen des Betreuten gebunden ist, soweit sich diese nicht außerhalb der Legalität bewegen.
Die Funktion der Betreuungsstelle des Landkreises Rotenburg/Wümme und ihre Zusammenarbeit mit dem Amtsgericht erläuterte der Leiter Helmut Witt. Die Betreuungsstelle ist Ansprechpartner und Kontaktstelle. Ein wichtiges Anliegen ist auch das Gewinnen von Ehrenamtlichen Betreuern.
Den ausführlichen Vorträgen schloß sich eine lebhafte Diskussion an. Sie machte deutlich, dass gesetzliche Betreuung ein aktuelles Thema für alle Personen ist, gerade hinsichtlich der demographischen Entwicklung in unserer Gesellschaft.
e.h.

Am 26. Mai 2008 abends um 19:00 Uhr veranstaltet das Bildungsnetz im Ostel eine Informationsveranstaltung zu dem Thema rechtliche Betreuung im Ehrenamt.
Die Handhabung einer gesetzlichen Betreuung wirft für alle Beteiligten viele Fragen auf. Welche Voraussetzungen müssen für die Anordnung einer solchen Betreuung gegeben sein? Wer ist daran beteiligt und wer übernimmt Betreuungen? Und wie verläuft solch ein Betreuungsverfahren?
Diese und viele andere Fragen sind Themen für den Informationsabend.
Als Gäste sind Frau Wegmann, Richterin und Frau Dittmer, Rechtspflegerin, beide vom Amtsgericht Bremervörde sowie Herr Witt von der Betreuungstelle des Landkreises anwesend.
Sie werden als Fachexperten Stellung nehmen und Fragen beantworten.
Eingeladen sind alle, die bereits eine solche Betreuung ausüben oder demnächst ausüben wollen oder schon immer mal etwas über Betreuung wissen wollten.
e.h.

- Die TeilnehmerInnen Ulrike Ernst, Erika Hillmann, Imke Treder, Sigrid Rosenlund, Maren Röse, Sylvia Cyperski und Heike Kruse stellen sich zum Erinnerungsfoto. Es fehlen Christoph Sasse und Karin Poad
VertreterInnen von Bildungsbereichen verschiedener Behinderteneinrichtungen aus Norddeutschland kamen am Freitag, den 4. April 2008 in den Räumlichkeiten des Ostel in Bremervörde zum Gründungstreffen zusammen.
Die Hamburger Behinderteneinrichtungen Das Rauhe Haus, Alsterdorf-Assistenz-Ost, Behindertenhilfe Hamburg waren ebenso vertreten wie die Lebenshilfen Uelzen und Bremervörde, der Wittekindshof aus Bad Oeynhausen und die Volkshochschule Hannover. Die 1.Vorsitzende der Gesellschaft Erwachsenenbildung und Behinderung e. V. Deutschland (GESEB), Gaby Kagemann-Harnack konnte leider krankheitsbedingt nicht teilnehmen.
Gemeinsam formulierte die Runde Erwartungen und Wünsche an eine regionale Arbeitsgemeinschaft (RAG). Alle TeilnehmerInnen waren sich darüber einig, dass ein Forum für den allgemeinen Informations- und Ideenaustausch für eine effektive und befruchtende Arbeit unerlässlich ist. Durch die entstehenden Kontakte erschließen sich Möglichkeiten der Kooperation und Vernetzung.
Außerdem wurde der Wunsch nach einer kundenorientierten Bedarfsermittlung bezüglich des Bildungsangebotes für Menschen mit Beeinträchtigungen geäußert.
Diskussionsthemen sollen u. a sein: Finanzierungsmodelle, besonders im Hinblick auf das persönliche Budget und EU-Förderung für Lernpartnerschaften, Vorstellen von Best-Pracice-Modellen, Erfahrungen mit Lehr- und Lernmaterialien.
Eine wirksame Öffentlichkeitsarbeit wird u. a. auch durch eine abgestimmte Zusammenarbeit mit den jeweiligen Landesverbänden und der GESEB erwartet.
Für das nächste Treffen wurde der 11. Juli 2008 in den Räumlichkeiten des Rauhen Hauses, Kulturhaus Bienenkorb, Beim Rauhen Haus 21. 22111 Hamburg vereinbart.
Für den Themenschwerpunkt wird Frau Heike Kruse vom Haus der Lebenshilfe Uelzen von dem Pädagogischen System in der Arbeit mit Menschen mit Behinderungen berichten.
Weitere Interessenten für diesen Arbeitskreis sind willkommen.
e.h.
Am 4. April 2008 findet in Bremervörde das Gründungstreffen der Regionalen Arbeitsgemeinschaft Nord (RAG Nord) statt. Frau Gaby Hagemann-Karnack von der Gesellschaft Erwachsenenbildung und Behinderung e.V. (GESEB) lädt dazu alle Interessierten ganz herzlich ein.
Vor Jahren trafen sich bereits Interessierte aus Hamburg, Lübeck und Bremen/Niedersachsen zur Regionalen Arbeitsgruppe Bremen/Niedersachsen. Diese Gruppe soll jetzt als RAG Nord aktiviert werden.
Die Idee der Initiatoren ist es, ein Netzwerk zu knüpfen von Einrichtungen der Behindertenhilfe und Werkstätten für behinderte Menschen und Bildungshäusern, die Bildungsangebote für behinderte Menschen entwickeln und durchführen. Angesprochen sind Bildungseinrichtungen und Institutionen der Behindertenhilfe, die sich die Förderung der Bildungsarbeit für behinderte Menschen zum Ziel gesetzt haben.
Mit dieser Arbeitsgemeinschaft kann sich ein Instrument zur Weiterentwicklung der Bildungslandschaft für behinderte Menschen herausbilden.
Das Bildungsnetz als Gastgeber möchte an dieser Stelle ganz ausdrücklich auf diese Veranstaltung hinweisen. Sie findet statt am:
4. April 2008 im Ostel, Feldstrasse 9, 28432 Bremervörde, von 10.00 - ca. 17.00 Uhr
Anmeldeschluß ist der 25. März 2008.

- Aufmerksame ZuhörerInnen
Inspiriert von neuen Ideen und motiviert durch das im Seminar erarbeitete Material für kommende Bildungsprojekte beendeten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Tagung "Teilhabe durch Bildung" im Ostel. Unter der Leitung von Donata Gries erarbeiteten sie sich Modelle, umsetzbar für die eigene Praxis. Ausgestattet mit diesem Rüstzeug soll der Stellenwert von Bildung für behinderte Menschen in den Werkstätten der Region Nord-Ost-Niedersachsen weiter verankert und gestärkt werden.
Dietrich Neubauer, Geschäftsführer der Lebenshilfe Bremervörde/Zeven referierte in seinem Vortrag ausführlich über die Anforderungen an eine moderne Behinderteneinrichtung.
Das Sozialgesetzbuch IX legt explizit die Aufgaben der Werkstätten fest. Es beschreibt, dass "die Teilhabe am Arbeitsleben, entsprechend den Fähigkeiten und Neigungen, dauerhaft sicher zu stellen und die persönliche Entwicklung ganzheitlich zu fördern.........und eine selbständige und selbst bestimmte Lebensführung zu ermöglichen" sei.
Bildung ist dabei ein zentraler Bestandteil des individuellen dynamischen Förderungsprozesses, der über den Berufsbildungsbereich hinaus seine Berechtigung hat.
Unterschiedliche Menschen gehen unterschiedliche Wege. Bildungsprogramme sind bezüglich ihrer methodisch/didaktischen Wissensvermittlung so individuell zu gestalten, dass die individuellen Lernprozesse den unterschiedlichsten Behinderungsformen, -arten und -graden Rechnung tragen.
In den Werkstätten vollzieht sich ein Wandel, der sich auch auf die sich verändernden Anforderungen an die Fachkräfte für Arbeits- und Berufsförderung niederschlägt.
Das persönliche Budget bietet behinderten Menschen die Möglichkeit, sich gezielt ihre Leistungen entsprechend den Bedürfnissen einzukaufen.
Im Sinne des dialogischen Prinzips heißt es für die Beschäftigten in den Werkstätten:
"Jetzt entscheide ich selbst".

Das Bildungsnetz der Lebenshilfe lädt ein zu einer Fachtagung für Werkstattleitungen, Sozialdienste und Fachkräfte im Gruppendienst.
Teilhabe durch Bildung - Von der Vision zur Umsetzung
Schwerpunktmäßig setzt sich die Tagung mit der Frage nach der Integration von beruflicher Bildung in den Arbeitsalltag von behinderten Menschen in den Werkstätten auseinander. In diesem Diskurs nehmen qualitätsbezogene Merkmale einen immer höheren Stellenwert ein.
Nach einem Einführungsreferat zu dem gesetzlichen Bildungsauftrag der Werkstätten (SGB IX § 136) und dessen Bedeutung geht es um die derzeigte Standortbestimmung bei der Umsetzung von Angeboten der beruflichen Fort- und Weiterbildung.
Es findet ein Austausch über die Leistungsfähigkeit und die Bewertung der derzeit bereitstehenden Methoden statt.
In der Suche nach Perspektiven wird erarbeitet, welches Instrumentarium erforderlich ist, um der beruflichen Bildung den ihr zustehenden Stellenwert zu gewähren.
Termin: 25. und 26. Februar 2008 im Ostel, Bremervörde