Lebenshilfe Bremervörde/Zeven

 

Am 12.12.2005 waren mit der Redaktionsgruppe vom Werkstattflitzer im Wohnhaus III zu einem Interview verabredet. Anwesend waren die Betreuer des Wohnhauses, drei Bewohner des Hauses: Hartmut Kück, Silvia Gehle und Doris Stelljes und wir vom Werkstattflitzer.

Wie viele Bewohner wohnen bei Euch?
Silvia
: In der oberen Etage wohnen elf Bewohner und in der unteren Etage wohnen zehn Bewohner

Wie viele Betreuer arbeiten im Wohnhaus?
Betreuer
: Im Wohnhaus arbeiten acht Betreuer und ein Zivildienstleistender im Schichtdienst.

Wie haben die Betreuer Dienst?
Betreuer
: Es gibt den Früh-, Spät- und den Nachtdienst.

Haben alle ein eigenes Zimmer?
Silvia
: Ja, alle Bewohner haben ein eigenes Zimmer.

Wie ist es, wenn mal jemand krank ist?
Silvia
: Wenn einer krank ist, dann kann er zu Hause im Zimmer bleiben.

Was haben die einzelnen Bewohner für Hobbys?
Hartmut
: Ich fahre viel Fahrrad. Elfriede bügelt manchmal, das macht sie gerne. Und wir legen Wäsche zusammen.
Doris: Ich gehe Kegeln und Schwimmen.
Hartmut: Das neuste Hobby ist Kuscheln, mit Doris.
Silvia: Ich gehe wie Doris zum Schwimmen und nach Zeven zum Bowling. Außerdem gehe ich spazieren. Am Sonntag gehe ich in die Kirche und heute Abend gehe ich zum Chorgesang.

Was macht Ihr nach der Arbeit?
Hartmut
: Wir ziehen unsere Jacken aus und trinken Kaffee. Wir räumen auch die Wäsche weg und müssen den Tisch abräumen. Wir gehen auch zum Zahnarzt.

Macht Ihr am Wochenende auch Ausflüge?
Silvia
: Ja, wir machen auch ab und zu Ausflüge, ins Kino oder ins Theater.

Dürft Ihr auch alleine zu Veranstaltungen, z.B. zur Disco oder anderen Veranstaltungen?
Hartmut: Das ist unterschiedlich, einige dürfen alleine gehen, manche nur mit Betreuer.

Wenn Ihr dann losgeht, wann müsst Ihr wieder zu Hause sein?
Silvia: In der Woche müssen wir um 22 Uhr zu Hause sein. Wenn man sich abmeldet, kann man auch später kommen. Am Wochenende kann man auch länger wegbleiben.

Könnt Ihr am Wochenende lange schlafen?
Doris: Ja, können wir, bis um 9 Uhr.
Hartmut: Wenn Gitta da ist, schlaf ich bis um 12 Uhr.

Wer weckt die Bewohner morgens?
Betreuer: Wer gerade Dienst hat, der Früh- oder Nachtdienst. Wer Hilfe braucht, der wird geweckt. Viele Bewohner stehen auch alleine auf.

Macht Ihr auch Einkaufsbummel, wenn ja, wohin?
Hartmut: Ja, in die Stadt, da gehe ich mit Conny.
Doris: Ja, ich habe auch schon einen Einkaufsbummel gemacht.

Wer geht mit den Bewohnern Kleidung kaufen oder zum Arzt?
Betreuer: Jeder Bewohner hat einen Bezugsbetreuer, der sich um den Bewohner kümmert, mit ihm einkauft und zum Arzt geht.

Habt Ihr auch Taschengeld?
Hartmut: Die Betreuer geben uns fünf Euro für die Woche mit. Für jeden Tag einen Euro. Das kriege ich für die ganze Woche und das muss ich mir einteilen. Wenn wir etwas zusätzlich unternehmen, dann gehe ich ins Büro und hole mir das Geld von Gitta oder Conny, je nachdem, wer da ist.

Wer betreut das Taschengeld?
Betreuer: Wer es kann, der hat sein Geld alleine und sonst macht es der Bezugsbetreuer.

Habt Ihr einen Küchendienst?
Hartmut: Den Küchendienst mache ich meistens hier unten. Ich spreche mich dann mit Gitta Hellmers ab. Die anderen Bewohner haben auch Küchendienst.

Wer kocht am Wochenende?
Betreuer: Wir kochen mit den Bewohnern zusammen.

Kann man Wünsche äußern, was man am Wochenende essen möchte?
Silvia: Ja, wir können uns aussuchen, was wir gerne am Wochenende essen möchten.
Betreuer: Wir haben mittwochs immer Bewohnerbesprechung und da können Wünsche geäußert werden. Wenn keine Wünsche sind, machen wir Vorschläge.

Wie viel darf man am Tag essen und gibt es auch Süßigkeiten?

Hartmut: Was Süßes essen wir gerne, wir sind doch alle kleine Naschkatzen.

Und wie viel darfst Du essen?
Hartmut: Bis es alle ist!

Wann ist bei Euch Aufstehen – bzw. Schlafenszeit?
Silvia: Ich gehe immer früher ins Bett, außer wenn ich irgendwo anders bin, dann gehe ich später ins Bett. So um 20 Uhr. Wenn Bettruhe ist, darf man dann noch fernsehen oder Radio hören?
Hartmut: Wenn Ivonne mir den Timer einstellt, dann gucke ich bis 23 Uhr Fernsehen.
Doris: Ich gucke nicht mehr Fernsehen.
Silvia: Wenn ich bei mir im Zimmer und im Bett bin, dann höre ich noch leise Radio.

Helft Ihr den Bewohnern beim An – bzw. Ausziehen?
Betreuer: Die Hilfe benötigen, denen helfen wir, die es können, die machen es alleine.

Wer macht die Zimmer sauber?

Betreuer: Die Bewohner machen ihre Zimmer selber sauber. Wir haben einen Hilfeplan aufgestellt und machen dann am Wochenende zusammen mit den Bewohnern die Zimmer sauber. Die Reinigung der Flure und der Wohnzimmer macht Simone, unsere Putzfrau. Heli macht die Einkäufe.

Wer pflegt den Garten?
Hartmut: Den Garten muss ich schon mal im Sommer machen.

Alleine?
Hartmut: Nee, mit den ganzen Bewohnern Unkraut rausziehen.

Wer übernimmt die Kosten für das Wohnen im Wohnhaus?
Betreuer: Die Kosten für das Wohnen im Wohnhaus übernimmt das Sozialamt. Oder man muss das auch selber bezahlen, wenn man ganz, ganz viel Geld hat.

Und wie gefällt es den Bewohnern im Wohnhaus?
Silvia: Es gefällt mir ganz gut hier.
Hartmut: Uns gefällt es auch ganz gut hier.
Doris: Mir gefällt es auch sehr gut. Ich möchte gar nicht wieder ausziehen.


Vielen Dank für das Gespräch und weiterhin viel Spaß und Freude im Wohnhaus!

Redaktion