Lebenshilfe Bremervörde/Zeven

 

Wer ist Johann Schulz? Warum soll er im Werkstattflitzer erwähnt werden?

Johann Schulz ist kein waschechter Bremervörder, wohnt aber schon viele Jahre hier in Bremervörde. Vielen ist er hier bekannt, weil er eigentlich nur mit dem Fahrrad unterwegs ist. Das hat jedoch nichts mit seiner Sportlichkeit zu tun, sondern weil er jede PKW – Benutzung in der Stadt als unnötig ansieht. Am 8. Januar 1983 hatte ich mit Johann meine erste Begegnung. Er versuchte bei meinem damaligen Arbeitgeber seine Waren (Backessenzen) zu verkaufen. Er war damals schon sehr redegewandt und wer ihn kennt wird mir dies bestätigen. Aber nicht nur seine Redegewandtheit fiel mir gleich auf, auch seine Begabung, viele Dinge in der Praxis anzuwenden, hat mich damals überzeugt. So verkaufte er mir zwei Jahre lang seine Produkte und stand mir, wenn ich Hilfe brauchte, mit Rat und Tat zur Seite. Ab Januar 1985 benötigte ich seine Produkte dann erst einmal nicht mehr, denn ich wechselte meinen Arbeitgeber und der Bedarf an Johann`s Produkten war nicht mehr vorhanden.

Da er aber aus Bremervörde kam, besuchte er mich im November einmal im Vördewerk und fragte, ob er mir helfen könnte. Wir waren gerade in den Vorbereitungen zu unserem ersten Skat- und Knobelnachmittag.

Ich nahm sein Angebot dankend an und habe es bis heute nicht bereut. Seit November 1985 kommt Johann nun jedes Jahr zu uns ins Vördewerk und stellt die gesamten Torten, die wir zum Kaffeenachmittag benötigen, unentgeltlich her. Meistens überwog der Spaß an diesen Nachmittagen, und so benötigten wir auch schon einmal zwei Tage für die Vorbereitungen. Johann hatte zwischendurch immer wieder neue Ideen, die wir unbedingt ausprobieren mussten.

Unvergesslich blieb mir seine Hilfe bei den Vorbereitungen auf meine Meisterprüfung. Er gab mir viele nützliche Informationen. Zwischen uns hat sich im Laufe der Jahre eine Freundschaft entwickelt. So kommen wir nun immer in den Wintermonaten zusammen, um bei selbstgebackenen Keksen und Butterstollen, einige Partien Schach miteinander zu spielen. Da wir die gleiche Spielstärke haben, bleiben die Ausgänge der Partien immer offen.In den letzten Jahren machten ihn immer wieder gesundheitliche Probleme zu schaffen. Mit viel Mut und eisernem Willen, kämpfte er sich immer wieder durch. Dafür meine Hochachtung!

Das einzige Problem, mit dem er schon seit Jahren „auf Kriegsfuß lebt “, ist seine Leidenschaft für gutes Essen. Das sieht man ihm an und da hat auch bis jetzt das viele Fahrradfahren nichts genützt. Als Vertreter des Vördewerkes möchte ich mich auf diesem Wege bei Johann Schulz für die vielen Jahre der ehrenamtlichen Tätigkeit bedanken. Wir wünschen ihm und seiner Frau alles Gute für die nächsten Jahre

Theo Maxin